Du hast eine Website, schreibst regelmäßig Blogbeiträge – aber niemand findet dich bei Google? Das Problem liegt meist nicht am Inhalt, sondern an den falschen oder fehlenden Keywords.
Die gute Nachricht: Keywordrecherche ist kein Hexenwerk. Mit der richtigen Strategie findest du heraus, was deine Zielgruppe wirklich sucht, und positionierst deine Inhalte genau dort, wo sie gesehen werden.
In diesem Guide zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du relevante Keywords findest, sie richtig bewertest und gezielt einsetzt – auch ohne großes Budget oder SEO-Vorkenntnisse. Lass uns direkt loslegen!
Was du in diesem Artikel lernst
In den nächsten Minuten erfährst du:
- Was Keywordrecherche ist und warum sie für deinen Online-Erfolg entscheidend ist
- Wie du systematisch relevante Keywords für dein Business findest
- Welche kostenlosen Tools dir bei der Keywordsuche helfen
- Wie du Keywords nach Relevanz und Erfolgschancen priorisierst
- Worauf Google 2025/2026 bei Inhalten besonders achtet
- Wie du deinen Erfolg messbar machst
Bereit? Dann starten wir mit den Grundlagen.
Was versteht man unter Keyword Recherche oder Keywordsuche?
Keywordrecherche – auch Keywordsuche oder Schlüsselwortanalyse genannt – ist der Prozess, bei dem du herausfindest, welche Wörter und Phrasen deine Zielgruppe in Suchmaschinen wie Google eingibt, um nach Informationen, Produkten oder Dienstleistungen zu suchen.
Stell dir vor: Eine Psychotherapeutin in München bietet Angsttherapie an. Suchen potenzielle Klienten nach „Angsttherapie München“, „Therapeut Angststörung“ oder „Hilfe bei Panikattacken München“? Jeder dieser Suchbegriffe zeigt eine andere Suchintention und zieht unterschiedliche Besucher an. Genau das findest du durch Keywordrecherche heraus.
Warum ist Keywordrecherche so wichtig?
Durch gezielte Keywordrecherche verstehst du:
- Die Sprache deiner Zielgruppe – wie formulieren Menschen ihre Probleme und Bedürfnisse?
- Die Suchintention – suchen sie nach Informationen, wollen sie kaufen oder vergleichen sie Angebote?
- Das Suchvolumen – wie viele Menschen suchen monatlich nach diesem Begriff?
- Die Konkurrenz – wie realistisch ist es, für diesen Begriff zu ranken?
Mit diesem Wissen kannst du Inhalte erstellen, die nicht nur gefunden werden, sondern auch echte Besucher und potenzielle Kunden auf deine Website bringen. Denn: Sichtbarkeit bei Google ist gut – Sichtbarkeit bei den richtigen Suchanfragen ist Gold wert.
1. Setze klare Ziele für deine Keywordsuche
Bevor du mit der Keywordrecherche startest, kläre eine zentrale Frage: Was willst du mit deiner Website erreichen?
Ohne klares Ziel wird deine Keywordrecherche zur Zeitverschwendung. Du findest zwar Keywords, aber nicht die richtigen für dein Business. Deshalb: Definiere zuerst deine Ziele, dann folgst du den passenden Keywords.
Entscheidend ist dabei auch, dass du deine Zielgruppe genau kennst. Eine gründliche Zielgruppenanalyse hilft dir zu verstehen, welche Sprache deine potenziellen Kunden verwenden und wonach sie wirklich suchen. Je besser du deine Lieblingskunden oder Wunschkunden kennst, desto gezielter kannst du die passenden Keywords identifizieren.
Von Business-Zielen zu Keyword-Zielen
Starte mit deinem übergeordneten Geschäftsziel und arbeite dich zu konkreten, messbaren Zielen vor:
Beispiel 1: Online-Therapeutin
- Übergeordnetes Ziel: Neue Klienten gewinnen
- Spezifisches Ziel: 10 neue Erstgespräch-Anfragen pro Monat über die Website
- SEO-Ziel: Organischer Traffic von 500 auf 1.200 Besucher/Monat steigern
- Keyword-Fokus: Lokale, problemorientierte Keywords wie „Burnout Therapie München“, „Hilfe bei Depressionen München“
Beispiel 2: Online-Shop für Yogamatten
- Übergeordnetes Ziel: Umsatzsteigerung
- Spezifisches Ziel: 50 zusätzliche Bestellungen pro Monat
- SEO-Ziel: Top 10 Rankings für 20 kaufrelevante Keywords
- Keyword-Fokus: Transaktionale Keywords wie „Yogamatte kaufen“, „beste Yogamatte für Anfänger“, „rutschfeste Yogamatte Test“
Typische übergeordnete Ziele für dein Business:
- Umsatzsteigerung durch Online-Verkäufe
- Steigerung der Markenbekanntheit
- Leadgenerierung (Newsletter-Anmeldungen, Erstgespräche)
- Kundenbindung durch wertvolle Content-Angebote
- Verbreitung von Fachwissen und Positionierung als Experte
Mach deine Ziele SMART:
- Spezifisch: „Traffic steigern“ → „500 zusätzliche organische Besucher pro Monat“
- Messbar: Nutze Google Analytics, Search Console oder Ubersuggest (diese Tools stelle ich später vor)
- Attraktiv: Das Ziel muss dich motivieren
- Realistisch: Ranking #1 für „Schuhe kaufen“ in 3 Monaten? Unrealistisch. „Vegane Wanderschuhe Damen“ in 3 Monaten? Machbar.
- Terminiert: Setze ein konkretes Datum: „Bis 30. Juni 2026“
Dokumentiere und tracke deine Ziele
Erstelle ein einfaches Dokument (Google Doc, Notion, Excel), in dem du festhältst:
- Dein Hauptziel
- 3-5 messbare Teilziele mit konkreten KPIs (Traffic-Anstieg, Conversion-Rate, Ranking-Positionen)
- Die Keywords, die du dafür optimieren willst
- Zeitrahmen für die Zielerreichung
Wenn du mehrere Ziele hast, priorisiere sie nach Wichtigkeit und Dringlichkeit. Falls du im Team arbeitest, teile diese Ziele mit allen Beteiligten – so stellt ihr sicher, dass alle an einem Strang ziehen.
Überprüfe dieses Dokument alle 4-6 Wochen und passe deine Strategie bei Bedarf an. Miss regelmäßig deinen Erfolg und optimiere nach. SEO ist kein Sprint, sondern ein Marathon – aber mit klaren Zwischenzielen kommst du deutlich schneller ans Ziel.
2. Finde inspirierende Keywordideen – Dein Brainstorming für die Keywordsuche
Die Suche nach den richtigen Keywords beginnt mit kreativem Brainstorming. In diesem Schritt geht es noch nicht um Suchvolumen oder Konkurrenz – sondern darum, möglichst viele relevante Begriffe zu sammeln, die deine Zielgruppe verwenden könnte.
Halte deine Ideen fest: in Excel, Google Sheets, Notion, auf Post-its oder in einem einfachen Notizbuch. Hauptsache, du sammelst systematisch. Ich sammel immer die Keywords in einem Google Sheet und analysiere sie danach, aber dazu kommen wir im nächsten Abschnitt.
So entwickelst du erste Keywordideen
1. Starte mit deinem Kernangebot Notiere die Hauptthemen deines Business. Was bietest du an? Welche Probleme löst du?
Beispiel Psychotherapeutin: Angsttherapie, Burnout-Behandlung, Paartherapie, Traumatherapie, Online-Therapie
2. Denke in Kundenproblemen Welche Fragen und Sorgen haben deine potenziellen Kunden? Wie würden sie ihr Problem beschreiben?
Beispiel: „Wie überwinde ich meine Ängste“, „Hilfe bei Panikattacken“, „Was tun bei Burnout“, „Kann man Angst heilen“
3. Nutze Synonyme und Variationen Menschen suchen unterschiedlich. Sammle verschiedene Formulierungen für dasselbe Thema.
Beispiel: Therapeut, Psychotherapeut, Psychologe, Therapie, Behandlung, Hilfe, Beratung
4. Füge lokale Begriffe hinzu Wenn du lokal arbeitest, kombiniere deine Keywords mit Ortsnamen und regionalen Begriffen.
Beispiel: „Therapeut München“, „Psychotherapie München Schwabing“, „Angsttherapie Bayern“
5. Kombiniere verschiedene Begriffe Erstelle längere Keyword-Phrasen aus deinen Grundbegriffen.
Beispiel: „Online Therapie bei Angststörungen“, „Burnout Behandlung München“, „Therapeut für Panikattacken“
Wo du weitere Keyword-Inspiration findest
Google selbst ist deine beste Quelle:
Google Autocomplete (Autovervollständigung) Tippe deinen Hauptbegriff in die Google-Suche und schau, was Google automatisch vorschlägt. Diese Vorschläge basieren auf echten, häufigen Suchanfragen.
Beispiel: Tippe „Angsttherapie“ → Google schlägt vor: „Angsttherapie Übungen“, „Angsttherapie Kosten“, „Angsttherapie in meiner Nähe“
Google „Ähnliche Suchanfragen“ Scrolle bei einer Google-Suche ganz nach unten. Dort zeigt Google verwandte Suchbegriffe, die andere Nutzer verwendet haben.
Google „Nutzer fragen auch“ In den Suchergebnissen findest du die Box „Nutzer fragen auch“ mit echten Fragen deiner Zielgruppe. Gold wert für Content-Ideen!
Weitere Inspirationsquellen:
Foren und Communities
- Gutefrage.net – Was fragen Menschen zu deinem Thema?
- Reddit – In welchen Subreddits diskutieren deine Wunschkunden?
- Facebook-Gruppen deiner Branche
- Branchenspezifische Foren
Konkurrenz-Websites Schau dir die Websites deiner Mitbewerber an:
- Welche Themen behandeln sie in ihrem Blog?
- Welche Überschriften verwenden sie?
- Welche Services beschreiben sie wie?
Deine eigenen Kundengespräche
- Welche Fragen stellen dir Kunden am Telefon oder per E-Mail?
- Welche Begriffe verwenden sie, um ihr Problem zu beschreiben?
- Welche Einwände oder Unsicherheiten haben sie?
Amazon & E-Commerce Wenn du Produkte verkaufst: Schau dir Produkttitel, Kategorien und Kundenbewertungen auf Amazon an. Wie beschreiben Käufer die Produkte?
YouTube Welche Videos ranken zu deinem Thema? Welche Titel verwenden erfolgreiche Kanäle? Die Suchbox zeigt auch Vorschläge.
Wikipedia & Branchenlexika Schau dir Fachbegriffe und verwandte Themen an – oft findest du Begriffe, an die du nicht gedacht hättest.
Praxis-Beispiel: Werkzeug-Shop
Hauptkeyword: „Werkzeug kaufen“
Erste Assoziationen: Hammer, Bohrmaschine, Schraubendreher, Werkzeugkoffer, Werkzeugset, Akkuschrauber
Kundenfragen (aus Google „Nutzer fragen auch“):
- Welches Werkzeug braucht man als Heimwerker?
- Welche Werkzeugmarke ist die beste?
- Was gehört in einen guten Werkzeugkoffer?
- Wie viel kostet ein Werkzeugkoffer?
Long-Tail-Kombinationen:
- Werkzeugkoffer komplett bestückt kaufen
- Bestes Werkzeug für Einsteiger
- Profi Werkzeugset Test
- Werkzeug online kaufen günstig
- Akku Werkzeug Set Bosch
Lokale Varianten:
- Werkzeug kaufen München
- Werkzeughandel Augsburg
- Baumarkt in meiner Nähe
Am Ende dieses Schritts solltest du eine Liste mit 30-100 Keyword-Ideen haben – ohne Filter, ohne Bewertung. Im nächsten Schritt prüfen wir dann mit Tools, welche dieser Keywords wirklich Potenzial haben.
3. Nutze Keyword-Tools für deine Keywordsuche
Du hast jetzt eine Liste mit Keyword-Ideen aus deinem Brainstorming. Aber welche dieser Keywords haben echtes Potenzial? Wie oft werden sie gesucht? Wie stark ist die Konkurrenz?
Genau das verraten dir Keyword-Tools. Sie liefern dir die Daten, die du brauchst, um strategische Entscheidungen zu treffen.
Die besten kostenlosen Keyword-Tools
Viele Tools bieten kostenlose Basisversionen – perfekt für den Einstieg. Hier sind die wichtigsten:
1. Google Keyword Planner (komplett kostenlos)
Das offizielle Tool von Google zeigt dir Suchvolumen und Wettbewerbsdaten. Du brauchst ein kostenloses Google Ads Konto (musst aber keine Anzeigen schalten). Das Konto musst du dir dafür einrichten.
Was es kann:
- Suchvolumen pro Monat anzeigen
- Verwandte Keywords vorschlagen
- Durchschnittliche Klickpreise zeigen (hilfreich zur Bewertung der kommerziellen Relevanz)
- Saisonale Trends erkennen
Ideal für: Grundlegende Keyword-Recherche, lokale Keywords, erste Orientierung zum Suchvolumen
https://ads.google.com/aw/keywordplanner/home

2. Ubersuggest (eingeschränkt kostenlos)
Mein persönlicher Favorit für Einsteiger. Ubersuggest bietet eine benutzerfreundliche Oberfläche und zeigt auf einen Blick die wichtigsten Metriken. Auch die Bezahlversion ist im Vergleich zu anderen Anbietern unschlagbar für kleine Unternehmen.
Was es kann:
- Suchvolumen und Keyword-Difficulty (Schwierigkeitsgrad)
- Es zeigt jetzt auch KI Prompts an. Das ist super, um Ideen für deine Content-Erstellung zu bekommen.
- Content-Ideen basierend auf erfolgreichen Artikeln
- Konkurrenz-Analyse (welche Keywords nutzen Mitbewerber?)
- Backlink-Daten
- Kostenlos: 3 Suchanfragen pro Tag
Ideal für: Umfassende Keyword-Analyse, Content-Planung, Konkurrenz-Check
https://neilpatel.com/de/ubersuggest
3. Seobility Keyword-Recherche Tool (kostenlos mit Einschränkungen)
Deutsche Tool-Alternative mit sehr guter kostenloser Version.
Was es kann:
- Keyword-Ideen inklusive Suchvolumen
- „Nutzer fragen auch“-Fragen direkt integriert
- Ähnliche Keywords und verwandte Begriffe
- Konkurrenz-Level auf einen Blick
Ideal für: Deutschsprachige Keywords, Fragen-basierte Content-Ideen
https://www.seobility.net/de/keyword-recherche-tool/

4. Answer the Public (eingeschränkt kostenlos)
Visualisiert Fragen, Präpositionen und Vergleiche rund um dein Keyword – perfekt für Content-Ideen.
Was es kann:
- Zeigt echte Fragen, die Nutzer stellen („Wie…“, „Warum…“, „Wo…“)
- Präpositionen („Therapie für…“, „Therapie ohne…“)
- Vergleiche („Therapie vs…“, „Therapie oder…“)
- Alphabetische Keyword-Varianten
Ideal für: Blog-Themen, FAQ-Bereiche, strukturierte Content-Planung
https://answerthepublic.com/de

5. Google Trends (komplett kostenlos)
Zeigt dir, wie sich das Interesse an einem Keyword über Zeit entwickelt und wo es besonders gesucht wird.
Was es kann:
- Trendentwicklung über Monate/Jahre
- Regionale Verteilung der Suchanfragen
- Vergleich mehrerer Keywords
- Verwandte Themen und Anfragen
- Saisonalität erkennen
Ideal für: Trend-Recherche, saisonale Planung, lokale Unterschiede identifizieren
https://trends.google.de/trends
Kostenpflichtige Profi-Tools (Optional)
Wenn du tiefer einsteigen möchtest, bieten diese Tools erweiterte Funktionen:
- SEMrush – Umfassende SEO-Suite mit detaillierter Konkurrenz-Analyse (ab ca. 120€/Monat)
- Ahrefs – Besonders stark bei Backlink-Analyse und Keyword-Difficulty (ab ca. 99€/Monat)
- Sistrix – Deutscher Marktführer mit Sichtbarkeitsindex (ab ca. 100€/Monat)
Meine Empfehlung: Als Einsteiger oder kleines Unternehmen reichen die kostenlosen Tools völlig aus. Investiere deine Zeit lieber in gute Inhalte als in teure Tools.
So arbeitest du mit den Tools – Schritt für Schritt
1. Starte mit deinem Hauptkeyword Nimm einen Begriff aus deiner Brainstorming-Liste und gib ihn in Ubersuggest oder den Google Keyword Planner ein.
2. Analysiere die wichtigsten Metriken
Suchvolumen: Wie oft wird der Begriff monatlich gesucht?
- 10-100: Sehr niedriges Volumen (Nische)
- 100-1.000: Mittleres Volumen (interessant für kleine Websites)
- 1.000-10.000: Hohes Volumen (gute Chance bei moderater Konkurrenz)
- 10.000+: Sehr hohes Volumen (meist sehr umkämpft)
Keyword Difficulty (SD = Search Difficulty): Wie schwer ist es, zu ranken?
- 0-30: Leicht (sehr gute Chance für neue Websites)
- 31-50: Mittel (machbar mit gutem Content)
- 51-70: Schwer (braucht starke Domain und Backlinks)
- 71-100: Sehr schwer (nur für etablierte Websites realistisch)
CPC (Cost per Click): Was zahlen Werbetreibende für einen Klick?
- Hoher CPC = kommerziell wertvolles Keyword
- Niedriger CPC = meist informationelle Suche
3. Exportiere relevante Keywords Die meisten Tools lassen dich Keywords als CSV/Excel exportieren. Sammle alle interessanten Begriffe in einer zentralen Liste.
4. Erweitere mit verwandten Keywords Schau dir die Vorschläge der Tools an – oft findest du dort Keywords, an die du nicht gedacht hättest.
Praxis-Beispiel: Keyword-Analyse mit Ubersuggest
Du gibst ein: „Angsttherapie“
Ubersuggest zeigt:
- Suchvolumen: 2.900/Monat
- SEO Difficulty: 45 (mittel)
- Paid Difficulty: 28
- CPC: 2,10€
Verwandte Keywords mit besseren Chancen:
- „Angsttherapie Übungen“ – Volumen: 480, SD: 32, Gute Chance!
- „Kognitive Verhaltenstherapie Angst“ – Volumen: 260, SD: 28 , Sehr gut!
- „Angststörung Therapie Kosten“ – Volumen: 170, SD: 25, Perfekt für FAQ!
Fazit: Das Haupt-Keyword „Angsttherapie“ ist zu umkämpft. Die Long-Tail-Varianten bieten deutlich bessere Ranking-Chancen bei immer noch relevantem Suchvolumen.
Mein Tipp: Kombiniere mehrere Tools
Jedes Tool hat seine Stärken. Mein optimaler Workflow:
- Google Keyword Planner → Suchvolumen checken
- Ubersuggest → Keyword Difficulty und Content-Ideen
- Answer the Public → Fragen für Blog-Artikel
- Google Trends → Trend prüfen (steigend oder fallend?)
So bekommst du ein vollständiges Bild und triffst fundierte Entscheidungen.
4. Überprüfe die Relevanz der Keywords und verstehe die Suchintention
Du hast jetzt eine Liste mit Keywords und deren Metriken. Aber nicht jedes Keyword mit hohem Suchvolumen ist automatisch gut für dich. Entscheidend ist: Passt das Keyword zu deinem Angebot UND zur Absicht der Suchenden?
In diesem Schritt filterst du die wirklich relevanten Keywords heraus.
Die 4 Arten der Suchintention
Bevor du ein Keyword auswählst, musst du verstehen, was der Suchende eigentlich will. Google unterscheidet vier Haupttypen:
1. Informational (Informationssuche) Der Nutzer sucht nach Wissen und Antworten.
Beispiele:
- „Was ist Burnout“
- „Symptome einer Angststörung“
- „Wie funktioniert Verhaltenstherapie“
Passender Content: Blog-Artikel, Ratgeber, Erklärvideos, FAQ
2. Navigational (Navigationsorientiert) Der Nutzer sucht eine bestimmte Website oder Marke.
Beispiele:
- „Deutsche Rentenversicherung Login“
- „Praxis Dr. Müller München“
- „Instagram anmelden“
Weniger relevant für SEO: Diese Nutzer wissen schon, wohin sie wollen.
3. Transactional (Kaufabsicht) Der Nutzer will eine Handlung ausführen: kaufen, buchen, herunterladen.
Beispiele:
- „Yogamatte kaufen“
- „Erstgespräch Therapeut buchen“
- „WordPress Theme download“
Passender Content: Produktseiten, Buchungsseiten, Landingpages mit klarem Call-to-Action
4. Commercial Investigation (Kaufvorbereitung) Der Nutzer vergleicht Optionen vor einer Entscheidung.
Beispiele:
- „Beste Yogamatte für Anfänger“
- „Therapeut München Vergleich“
- „WordPress vs Wix“
Passender Content: Vergleichsartikel, Testberichte, Kaufratgeber
Warum Suchintention so wichtig ist
Stell dir vor: Jemand sucht nach „Angststörung Symptome“ (informational) und landet auf deiner Buchungsseite (transactional). Ergebnis: Der Besucher springt sofort ab, weil er nicht kaufen, sondern sich informieren will. Google erkennt das – und rankt deine Seite schlechter.
Die Regel: Dein Content muss zur Suchintention passen.
So überprüfst du die Relevanz eines Keywords
Schritt 1: Google selbst befragen
Gib dein Keyword bei Google ein und schau dir die Top 10 Ergebnisse an:
- Welche Art von Content rankt? (Blog-Artikel, Produktseiten, Videos?)
- Welche Überschriften verwenden die Top-Ergebnisse?
- Welche Fragen werden beantwortet?
- Wie lang sind die Texte?
Beispiel „Angsttherapie München“:
- Google zeigt: Praxis-Websites, Therapeuten-Verzeichnisse, Google Maps
- Suchintention: Navigational + Commercial Investigation
- Passender Content: Übersichtsseite deiner Praxis, Team, Methoden, Kontaktmöglichkeit
Beispiel „Wie überwinde ich Angst“:
- Google zeigt: Blog-Artikel, Ratgeber, YouTube-Videos
- Suchintention: Informational
- Passender Content: Ausführlicher Blog-Artikel mit praktischen Tipps
Schritt 2: Suchvolumen und Wettbewerb richtig bewerten
Gib deine Keywords in den Google Ads Keyword Planner oder Ubersuggest.
Die optimale Keyword-Kombination:
- Mittleres Suchvolumen (100-1.000 für kleine Websites)
- Niedriger Wettbewerb (Keyword Difficulty unter 35)
- Passende Suchintention zu deinem Content
Vermeide diese Falle: Keyword mit 50.000 Suchanfragen und Difficulty 85 → Du wirst nie ranken! Keyword mit 200 Suchanfragen und Difficulty 25 → Realistische Chance, tatsächlich Traffic zu bekommen
Die Nischen-Strategie: Besser auf Seite 1 für ein Keyword mit 300 Suchanfragen ranken, als auf Seite 5 für ein Keyword mit 10.000 Suchanfragen. Seite 1 bringt dir tatsächlichen Traffic – Seite 5 niemand.
Konkurrenz-Analyse: Lerne von den Top-Rankern
Schau dir die Top 3-5 Websites für dein Ziel-Keyword an:
Was du analysieren solltest:
- Content-Länge: Wie ausführlich ist der Text? (Wortzahl als Orientierung)
- Content-Struktur: Zwischenüberschriften, Listen, Tabellen, Bilder?
- Medien: Videos, Infografiken, Downloads eingebunden?
- E-E-A-T Signale: Zeigt die Seite echte Expertise? Autorenbox? Quellenangaben?
- User Experience: Ist die Seite übersichtlich? Schnelle Ladezeit?
- Backlinks: Wie viele externe Links hat die Seite? (Check mit Ubersuggest)
Praxis-Beispiel:
Du willst für „Panikattacken was tun“ ranken.
Top 3 Analyse:
- Artikel von gesundheit.de: 2.500 Wörter, 15 konkrete Tipps, medizinisch geprüft
- Blog einer Krankenkasse: 1.800 Wörter, Infografik, Download-PDF
- Psychologen-Blog: 3.200 Wörter, persönliche Erfahrungen, Video-Interview
Deine Strategie:
- Mindestens 2.000 Wörter schreiben
- Persönliche Beispiele aus deiner Praxis einbauen (E-E-A-T!)
- Praktische Übungen zum Ausdrucken anbieten
- Video oder Audio-Meditation einbinden
- Strukturiert mit H2/H3-Überschriften


Checkliste: Ist das Keyword relevant?
Bevor du ein Keyword final in deine Strategie aufnimmst, prüfe:
✅ Passt die Suchintention zu meinem Content-Format?
✅ Kann ich mit meinem Content mindestens so gut sein wie die Top 10?
✅ Ist der Wettbewerb für meine Website-Stärke realistisch?
✅ Bringt mir dieses Keyword die RICHTIGE Zielgruppe?
✅ Habe ich echte Expertise zu diesem Thema? (E-E-A-T!)
✅ Steht das Keyword im Einklang mit meinen Business-Zielen?
Wenn du 4-6 dieser Fragen mit JA beantworten kannst → Das Keyword ist relevant für dich!
5. Priorisiere deine Keywords strategisch
Du hast jetzt vermutlich 30-100 Keywords in deiner Liste. Unmöglich, alles auf einmal zu optimieren. Die Lösung: Priorisierung nach Quick Wins und strategischem Wert.
Die 3-Kategorien-Methode
Sortiere deine Keywords in drei Prioritäts-Stufen:
Priorität 1: Quick Wins (Start hier!)
- Suchvolumen: 100-1.000
- Keyword Difficulty: unter 35
- Suchintention passt perfekt zu deinem Angebot
- Du hast echte Expertise dazu
Priorität 2: Mittelfristige Ziele
- Suchvolumen: 1.000-5.000
- Keyword Difficulty: 35-50
- Erfordert ausführlicheren Content
- Nach ersten Erfolgen angehen
Priorität 3: Langfristige Vision
- Suchvolumen: 5.000+
- Keyword Difficulty: über 50
- Erst wenn deine Domain stärker ist
Praxis-Beispiel: Life Coach für Berufsorientierung
Sarah ist Life Coach und spezialisiert auf berufliche Neuorientierung. Sie hat 45 Keywords gesammelt. So priorisiert sie:
Priorität 1 – Quick Wins (sofort starten):
- „Berufliche Neuorientierung mit 40“ (Volumen: 320, SD: 27) → Blog-Artikel
- „Karriere Coach online finden“ (Volumen: 210, SD: 32) → Service-Seite
- „Berufung finden Test kostenlos“ (Volumen: 480, SD: 29) → Lead-Magnet
Priorität 2 – Mittelfristig (ab Monat 3):
- „Life Coach finden“ (Volumen: 1.600, SD: 43) → Übersichtsseite
- „Karriere wechseln Tipps“ (Volumen: 2.100, SD: 38) → Ausführlicher Ratgeber
Priorität 3 – Langfristig (ab Monat 6+):
- „Coaching Ausbildung“ (Volumen: 9.900, SD: 72) → Zu kompetitiv, später
- „Life Coach werden“ (Volumen: 6.600, SD: 65) → Erst mit stärkerer Domain
Sarahs Strategie: Sie startet mit den 3 Keywords aus Priorität 1. Realistische Chance auf Rankings in 2-3 Monaten. Nach ersten Erfolgen tackelt sie die mittelfristigen Ziele.
Die Long-Tail-Strategie
Long-Tail-Keywords sind deine besten Freunde:
- Spezifischer = weniger Wettbewerb
- Höhere Conversion-Rate (Suchende wissen genau, was sie wollen)
- Schneller rankbar
Beispiele:
- ❌ „Coaching“ (zu breit, unmöglich zu ranken)
- ✅ „Burnout Coaching für Führungskräfte“ (spezifisch, machbar)
- ✅ „Online Business Coach für Selbständige“ (noch spezifischer, sehr machbar)
Dein Umsetzungsplan in 4 Wochen
Woche 1-2: Optimiere 3-5 Keywords aus Priorität 1
Woche 3-4: Erstelle Content für weitere 3-5 Keywords aus Priorität 1
Ab Monat 2: Beginne mit Priorität 2
Wichtig: Qualität vor Quantität. Lieber 3 richtig gute, optimierte Seiten als 20 halbherzige.
Deine Keyword-Priorisierungs-Tabelle
Erstelle eine einfache Excel/Google Sheets Tabelle:
| Keyword | Suchvolumen | SD | Priorität | Status | Geplant für |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufliche Neuorientierung mit 40 | 320 | 27 | 1 | In Arbeit | Januar 2026 |
| Karriere Coach online finden | 210 | 32 | 1 | Offen | Februar 2026 |
| Life Coach finden | 1.600 | 43 | 2 | Offen | April 2026 |
So behältst du den Überblick und arbeitest systematisch ab.
6. Erstelle Inhalte, die begeistern – Qualität schlägt Quantität
Du hast die richtigen Keywords. Jetzt kommt der entscheidende Teil: Content, der tatsächlich rankt und konvertiert.
Hier scheitern die meisten. Warum? Weil sie den fatalen Fehler machen, Content einfach per KI generieren zu lassen – ohne zu prüfen, was dabei herauskommt.
Der größte Anfänger-Fehler: Blinder KI-Content
Ich sehe es immer wieder: Jemand erstellt einen Make-Flow oder Zapier-Automation, verbindet ChatGPT mit WordPress, lässt 50 Artikel automatisch generieren und wundert sich dann, warum:
- Die Seite nicht rankt
- Google die Seite sogar abstraft
- Besucher sofort wieder abspringen
- Niemand kauft oder bucht
Die harte Wahrheit: Google erkennt mittlerweile sehr gut reine KI-Texte. Und noch wichtiger: Google bevorzugt 2026 Inhalte mit echter Expertise und Erfahrung.
E-E-A-T: Was Google wirklich will
Google bewertet Content seit 2022 verstärkt nach E-E-A-T:
E = Experience (Erfahrung)
Hast du das Produkt selbst getestet? Den Service selbst erlebt? Die Methode selbst angewendet?
E = Expertise (Fachwissen)
Bist du Experte auf dem Gebiet? Hast du Qualifikationen, Ausbildung, jahrelange Praxis?
A = Authoritativeness (Autorität)
Wirst du als Autorität wahrgenommen? Verlinken andere Seiten auf dich? Hast du Referenzen?
T = Trustworthiness (Vertrauenswürdigkeit)
Sind deine Informationen korrekt? Gibst du Quellen an? Ist deine Seite transparent (Impressum, Datenschutz)?
KI-generierter Content ohne persönliche Erfahrung = 0 Punkte bei E-E-A-T = schlechte Rankings
So nutzt du KI richtig (und falsch)
FALSCH:
- ChatGPT: „Schreibe mir einen Artikel über Burnout-Prävention“ → Copy & Paste → Veröffentlichen
- Make-Flow: Automatisch 20 Artikel pro Woche generieren lassen
- Keine eigene Durchsicht, keine Anpassung, keine persönliche Note
Ergebnis: Generischer Content, den es 1000x im Netz gibt. Google rankt dich nicht. Leser vertrauen dir nicht.
RICHTIG:
- ChatGPT für Struktur-Ideen: „Gib mir eine Gliederung für einen Artikel über Burnout-Prävention“
- KI für ersten Entwurf, dann KOMPLETT überarbeiten
- Eigene Erfahrungen einbauen: Konkrete Beispiele aus deiner Praxis
- Persönliche Anekdoten, echte Kundenfälle (anonymisiert)
- Deine eigene Stimme, dein eigener Schreibstil, schreibe wie du sprichst! Das sorgt für Authentizität.
- Fakten checken und mit Quellen belegen
Ergebnis: Einzigartiger Content mit echtem Mehrwert. Google belohnt dich. Leser vertrauen dir und buchen.
Was guten Content 2026 ausmacht
1. Echte Expertise zeigen
Statt: „Burnout entsteht durch Stress am Arbeitsplatz.“ (generisch, jeder schreibt das)
Starte mit einer kleinen Story, wie zum Beispiel mit einer Erfahrun, die du gemacht hast.
Zum Beispiel: „In meiner 10-jährigen Praxis als Coach habe ich beobachtet, dass Burnout besonders häufig bei Menschen auftritt, die ihre eigenen Grenzen nicht kommunizieren können. Ein typisches Beispiel: Meine Klientin Sarah (Name geändert) sagte zu jeder Anfrage ‚Ja‘, bis sie nach 3 Jahren zusammenbrach. Wir haben dann gemeinsam an ihrer Fähigkeit gearbeitet, Nein zu sagen – mit konkreten Formulierungen, die sie in Meetings nutzen konnte.“
Siehst du den Unterschied? Das zweite Beispiel zeigt echte Erfahrung, konkrete Beispiele, praktischen Nutzen.
2. Konkrete Handlungsschritte statt Allgemeinplätze
Statt: „Achten Sie auf Work-Life-Balance.“
Besser: „Blockiere dir jeden Tag von 12:00-12:30 Uhr einen ‚Nicht-verfügbar‘-Termin im Kalender. Nutze diese 30 Minuten für einen Spaziergang – ohne Handy. Diese eine Maßnahme hat bei 80% meiner Coaching-Klienten die wahrgenommene Stressbelastung innerhalb von 2 Wochen reduziert.“
3. Struktur, die gelesen wird
Bedenke, dass die Leser SCHNELL erkennen wollen wonach sie suchen und ob das in deinem Artikel oder deiner Seite abgedeckt wird. Deshalb ist eine klare Struktur der Seite und deine Überschriften besonders wichtig. Darauf solltest du achten:
- Klare H2/H3 Überschriften (für Scanbarkeit)
- Kurze Absätze (2-4 Sätze maximal)
- Zwischenüberschriften alle 200-300 Wörter
- Listen und Aufzählungen sparsam einsetzen
- Beispiele und Stories einbauen
- Bilder, Screenshots, Videos einbinden
4. Optimale Textlänge
Es gibt keine magische Wortzahl. ABER: Dein Content sollte das Thema vollständig abdecken.
Faustregel:
- Informational Keywords: 1.500-2.500 Wörter
- Commercial Investigation: 1.000-2.000 Wörter
- Transactional: 500-1.000 Wörter (Service-Seiten)
Wichtiger als Länge: Beantwortest du ALLE Fragen, die der Suchende zu diesem Thema hat?
On-Page SEO Grundlagen nicht vergessen
Dein Content kann noch so gut sein – ohne technische Optimierung rankt er schlechter:
Title Tag: Hauptkeyword am Anfang, max. 60 Zeichen
Beispiel: „Berufliche Neuorientierung mit 40: 7 Schritte zum Traumjob | Life Coach Sarah“
Meta Description: Klare Zusammenfassung mit Keyword, 150-160 Zeichen
Beispiel: „Berufliche Neuorientierung mit 40? Als Life Coach zeige ich dir 7 konkrete Schritte zum Neustart. Inklusive kostenlosem Selbsttest.“
URL-Struktur: Kurz, sprechend, mit Keyword
Beispiel: deine-domain.de/berufliche-neuorientierung-40
H1 Überschrift: Eine H1 pro Seite, mit Hauptkeyword
Beispiel: „Berufliche Neuorientierung mit 40: So gelingt der Neustart“
Alt-Tags für Bilder: Beschreibung + Keyword (für Barrierefreiheit und SEO)
Beispiel: „Frau mittleren Alters bei beruflicher Neuorientierung im Coaching-Gespräch“
Interne Verlinkung: Verlinke auf verwandte Artikel auf deiner Website
Beispiel: Im Artikel „Berufliche Neuorientierung“ verlinkst du auf „Lebenslauf für Quereinsteiger“
Authentizität ist dein Wettbewerbsvorteil
Das kann keine KI für dich erstellen:
- Deine persönliche Geschichte (vom Tennis zur Web-Designerin)
- Deine konkreten Kundenerfolge
- Deine spezifische Methode
- Deine ehrliche Meinung zu Branchenthemen
- Deine Fehler und was du daraus gelernt hast
Diese Authentizität macht dich zu „THE ONE“ – nicht zu „ONE OF MANY“.
Checkliste: Ist mein Content gut genug?
Bevor du auf „Veröffentlichen“ klickst:
- Habe ich eigene Erfahrungen/Beispiele eingebaut?
- Würde ein Leser nach diesem Artikel eine konkrete Handlung umsetzen können?
- Klingt der Text nach mir – oder nach ChatGPT?
- Habe ich alle Fragen zum Thema beantwortet?
- Ist die Struktur übersichtlich mit klaren Überschriften?
- Sind alle Fakten korrekt und ggf. mit Quellen belegt?
- Habe ich Title Tag, Meta Description und Alt-Tags optimiert?
- Bietet mein Content mehr Mehrwert als die Top 3 bei Google?
Wenn du mindestens 6 von 8 Fragen mit JA beantwortest → Veröffentlichen!
7. Messe deinen Erfolg – Daten statt Bauchgefühl
Du hast Keywords recherchiert, priorisiert und Content erstellt. Aber woher weißt du, ob es funktioniert? Was du nicht misst, kannst du nicht optimieren.
Und hier kommen wir zu meiner Lieblingsdisziplin: Daten analysieren und checken. Ich liebe es die Google Sewarch Console zu öffnen.
In diesem Abschnitt zeige ich dir, welche Metriken wirklich zählen und wie du deinen SEO-Erfolg trackst.
Die wichtigsten Tools zur Erfolgsmessung
1. Google Search Console (kostenlos, unverzichtbar)
Die Google Search Console ist dein direkter Draht zu Google. Hier siehst du, wie Google deine Website wahrnimmt.
Was sie dir zeigt:
- Für welche Keywords deine Seite in den Suchergebnissen erscheint
- Auf welcher Position du rankst
- Wie viele Impressionen (Sichtbarkeit) du bekommst
- Wie viele Klicks du erhältst
- Deine Click-Through-Rate (CTR)
- Technische Probleme, die dein Ranking beeinträchtigen
So richtest du sie ein:
- Gehe zu https://search.google.com/search-console
- Melde dich mit deinem Google-Konto an
- Füge deine Website-Property hinzu
- Verifiziere deine Website (über HTML-Tag oder Domain-Provider)
- Warte 24-48 Stunden auf erste Daten

2. Google Analytics 4 (kostenlos, optional)
Zeigt dir, was Besucher auf deiner Website machen:
- Wie viele Besucher kommen organisch (über Google)?
- Wie lange bleiben sie?
- Welche Seiten werden am häufigsten besucht?
- Wo springen Besucher ab?
- Welche Aktionen führen sie aus? (Kontaktformular, Buchung, Download)
https://analytics.google.com/analytics
3. Tracking in deinen Keyword-Tools
Wenn du ein Projekt in Ubersuggest, Seobility oder anderen Tools angelegt hast, kannst du dort ebenfalls Rankings tracken:
- Automatisches Positions-Tracking für deine Ziel-Keywords
- Sichtbarkeits-Entwicklung über Zeit
- Konkurrenz-Vergleich
Diese Metriken solltest du tracken
1. Rankings (Position in den Suchergebnissen)
Wo finde ich das? Google Search Console → Leistung → Durchschnittliche Position
Was ist gut?
- Position 1-3: Exzellent (bekommt ca. 50-70% aller Klicks)
- Position 4-10: Gut (Seite 1)
- Position 11-20: Okay (Seite 2, aber kaum Klicks)
- Position 20+: Optimierungsbedarf
Wichtig: Rankings schwanken täglich. Schau dir den Trend über 4-8 Wochen an, nicht einzelne Tage.
2. Organischer Traffic
Wo finde ich das? Google Analytics 4 → Berichte → Akquisition → Traffic-Akquisition → Organic Search
Was ist gut?
- Monatlicher Anstieg von 10-20% = sehr gut
- Stagnation = Content oder technische Optimierung nötig
- Rückgang = Problem identifizieren (Google Update? Konkurrenz?)
3. Click-Through-Rate (CTR)
Wo finde ich das? Google Search Console → Leistung → CTR
Die CTR zeigt, wie viele Leute, die deine Seite in den Suchergebnissen sehen, tatsächlich klicken.
Was ist gut?
- Position 1: 30-40% CTR
- Position 2-3: 15-25% CTR
- Position 4-10: 5-15% CTR
Niedrige CTR trotz guter Position? Optimiere Title Tag und Meta Description. Sie sind nicht verlockend genug.
4. Impressionen (Sichtbarkeit)
Wo finde ich das? Google Search Console → Leistung → Impressionen
Impressionen = Wie oft deine Seite in Suchergebnissen aufgetaucht ist (egal ob geklickt wurde).
Was bedeutet das?
- Steigende Impressionen = Google findet deine Seite relevant
- Hohe Impressionen + niedrige Klicks = CTR-Problem (siehe oben)
- Niedrige Impressionen = Keyword-Relevanz oder technisches Problem
5. Conversion-Rate
Wo finde ich das? Google Analytics 4 → Berichte → Conversions
Eine Conversion ist eine gewünschte Aktion: Kontaktformular ausgefüllt, Erstgespräch gebucht, Download, Newsletter-Anmeldung.
Was ist gut?
- 2-5% Conversion-Rate = durchschnittlich
- 5-10% = sehr gut
- 10%+ = exzellent
Niedriger Traffic, aber hohe Conversion-Rate? Perfekt! Du ziehst die richtigen Leute an.
Praktisches Tracking-Setup: 15 Minuten pro Woche
Einmal einrichten:
- Google Search Console verbinden
- Google Analytics 4 einrichten (optional)
- Excel/Google Sheets Tabelle erstellen
Wöchentliches 15-Minuten-Ritual (z.B. jeden Montag oder jeden Tag 🙂 ):
- Google Search Console öffnen → Letzte 28 Tage vs. vorherige Periode vergleichen
- Klicks gestiegen/gefallen?
- Neue Keywords in den Top 10?
- CTR-Veränderungen?
- Top 3 Keywords notieren, für die du jetzt rankst
- Quick-Check: Gibt es technische Fehler oder Warnungen?
- In deine Tracking-Tabelle eintragen:
| Datum | Organische Klicks | Top Keyword | Position | Notizen |
|---|---|---|---|---|
| 06.01.26 | 342 | Karriere Coach online | 8 | +3 Positionen! |
| 13.01.26 | 389 | Karriere Coach online | 6 | Weiter gestiegen |
| … | … | … | … | … |
Monatliches Review (60 Minuten):
- Welche Keywords haben sich verbessert?
- Welche Artikel performen am besten?
- Welche Keywords brauchen Nachjustierung?
- Nächste Content-Planung basierend auf Daten
Wann solltest du nachjustieren?
Szenario 1: Artikel rankt nicht (nach 3 Monaten)
- Check: Ist das Keyword zu kompetitiv? (SD über 50?)
- Lösung: Fokussiere auf Long-Tail-Variante mit niedrigerem Wettbewerb
Szenario 2: Artikel rankt auf Position 11-20
- Check: Content ausführlich genug? Besser als Top 10?
- Lösung: Content erweitern, mehr Beispiele, bessere Struktur, Bilder/Videos ergänzen
Szenario 3: Gutes Ranking, aber wenig Klicks
- Check: Title Tag und Meta Description ansprechend?
- Lösung: Überarbeite Title/Description, mach sie emotionaler und mit klarem Nutzen
Szenario 4: Traffic bricht plötzlich ein
- Check: Google Core Update? Konkurrent hat besseren Artikel veröffentlicht?
- Lösung: Artikel aktualisieren, Infos auf neuesten Stand bringen, Datum im Artikel anpassen
Realistische Erwartungen: Wie lange dauert SEO?
SEO ist kein Sprint – sondern ein Marathon.
Typischer Timeline:
- Monat 1-2: Kaum Bewegung, Google indexiert deine neuen Inhalte
- Monat 3-4: Erste Rankings auf Seite 2-3 sichtbar
- Monat 5-6: Rankings verbessern sich auf Seite 1 (Position 7-10)
- Monat 6-12: Bei guter Optimierung Sprung in Top 5
Faktoren, die es beeinflussen:
- Domain-Alter (neue Domains brauchen länger)
- Keyword-Wettbewerb
- Content-Qualität
- Backlinks (externe Seiten, die auf dich verlinken)
- Technische Website-Optimierung
Praxis-Beispiel: Sarah (Life Coach) hat im Januar einen Artikel zu „Berufliche Neuorientierung mit 40“ veröffentlicht. Nach 6 Wochen: Position 18. Nach 4 Monaten: Position 8. Nach 7 Monaten: Position 3. Jetzt bekommt sie darüber 2-3 Anfragen pro Monat.
Erfolgs-Checkliste
Dein SEO läuft gut, wenn:
- Organischer Traffic steigt kontinuierlich (auch wenn langsam)
- Du für 5-10 Keywords auf Seite 1 rankst
- Deine CTR steigt (bessere Title/Descriptions)
- Du regelmäßig Anfragen über organische Suche bekommst
- Neue Artikel performen besser als alte (du lernst dazu)
Der wichtigste Tipp: Bleib dran. Die meisten geben nach 2-3 Monaten auf, weil sie keine sofortigen Ergebnisse sehen. Genau deshalb haben die, die durchhalten, einen riesigen Vorteil. Viele meiner Blogartikel haben auch erst nach 6 Monaten gerankt und ich schon frustriert gedacht habe, dass alles für die Katz war.
Deshalb mach weiter auch wenn sich erstmal nichts tut!